Sommer 2026 in Kroatien/Slowenien

Sommerurlaub

Am Freitag, den 21.08.2026, fuhren wir endlich wieder los. Gegen 17.00Uhr gleich, um schon ein bisschen Weg zu schaffen. Jeder Tag ist kostbar. 😉  Bis ein Stück vor der Österreichischen Grenze,  Bernau a. Chiemsee. Schöner bayrischer Ort. Dort, auf einem ganz normalen Parkplatz, sind wir ins Auto auf die Matraze gehuscht und haben erstmal genächtigt.

22.08.2026

Dann in der Früh weiter. Leider sind die Bäcker in Bayern nicht so morgenrege wie unsrige und es geht halt auch ohne frische Semmel. Dann durch Österreich durchfahren, tanken in Hallein, bis nach Villach. Nauf, auf den Wurzenpass und bald ist man oben in Slowenien. Von da an muss man sehr aufpassen, dass man die teure Autobahn, die vom Karawankentunnel her durch Slowenien führt, nicht berührt.

Ausserdem ziehen wir eine Fahrt vor, so dass man was von der schönen Landschaft sieht. Vorbei an Bled und Laibach (Lubljana) bis nach Gottschee.  https://de.wikipedia.org/wiki/Ko%C4%8Devje  

Weil es aber ständig regnet, ist es nichts mit Landschaft und Stadtbesichtigung. Gottschee war wohl mal eine deutsche Sprachinsel in Slowenien. Sogar ein Bauernkrieg wurde dort einmal angezettelt. Das Dialekt hätten wir uns gerne einmal angehört. Daher ziehen wir durch, bis nach Kroatien an die Adria. Dort stehen wir übrigens sehr schön, auf einem Felsen, genau über dem Meer.

Der aufziehende Wind, ließ die ganze Nacht das Auto wackeln. Das wuchs sich dann aus, zu einer Minibora. https://de.wikipedia.org/wiki/Bora_(Wind)

Also am nächsten morgen: Flucht. In der schönen Stadt Senje (war früher wohl mal ein Piratennest  https://www.sea-and-more-yachting.com/piraten-in-der-adria/ ), wollten wir das kleine Kastell besichtigen. Aber es war geschlossen und ausserdem wollten sie dann 15.00€ Eintritt pro Person. -Ach nö-.

Daher machten wir nur ein paar Bilder dort (das Smartphone wirklich festhalten, damit es nicht fortfliegt) und fuhren dann weiter.

23.08.2026

Wir kamen auch endlich in ruhigere Windverhältnisse und blieben dann eine Nacht in Ventura. Eine interessante Truppe aus Sachsen-Anhalt war da, die ihren Urlaub absaßen. 6 Ewachsene und ein einziges Kind, dass sich vor Langeweile an den Reinigungsarbeiten an den Toiletten beteiligte.

24.08.2026

Als nächstes wollten wir in die Region Nin, wegen dem Naturschutzgebiet und wegen der Strände die es da geben soll und auch wegen der heilenden Schlammbäder. Leider bekam unser „Ari“ eine Krankheit. Er hatte „Kupplung“. Also mussten wir den ADAC kontaktieren. (immer wieder gut, dass es die gibt)

Das funktioniert wirklich sehr gut. Keine Stunde später war das Abschleppauto da und brachte uns nach Zadar. Eine gute und moderne Werkstatt im Vorort Murvica. (Brkić Auto) Es wurde uns erörtert, dass die Kupplung ersetzt werden muss und wir das Auto in drei Tagen wieder abholen können. Ein Hotelzimmer war auf die Schnelle nicht möglich, sondern erst für den kommenden Tag verfügbar. Demzufolge mussten wir auf der großen Fläche vor der Werkstatt, wo man das Auto hinverschleppt hatte, übernachten. Wie praktisch, dass es auch gleich unser Schlafzimmer ist. Am Abend dann, gingen wir in der Nähe essen und später, auf der Brache wo wir stehen, musste eine Flasche Wein geköpft werden, damit wir uns leichter bedauern. Wenig später wurde ein zweites deutsches Wohnmobil auf die Fläche geschleppt. Die Familie war aus Bochum.

Des Nachts, wurden wir ein paar Mal von einem Trottel belästigt der meinte, dass wir illegal hier stehen und wenn wir nicht auf seinen Caravan-Stellplatz, 800m weiter oben kommen, muss er die Polizei rufen. Alle Erklärungen, dass die Autos nunmal nicht fahren, fruchteten nicht. Er kam dann noch dreimal, wahrscheinlich nach jedem Bier. Das letzte mal meinte er dann,  wir kämen in den Knast, wenn die Polizei kommt. Da ist dem Bochumer Funkenmariechen der Kragen geplatzt und sie vertrieb ihn mit dem Wort: „Asshole“.

Wir warteten dann gespannt auf die Polizei – nur die kam nicht.

25.08.2026

Am nächsten Morgen dann, wurden wir aus dem Schlaf gerissen, als man versuchte das Auto in die Werkstatt zu zerren. Da waren wir aber schnell auf den Beinen. Die armen Monteure konnten ja nicht ahnen, dass da noch jemand drinne ist. Der freundlich Werkstattchef rief uns dann ein Taxi nach Zadar.

Mitten in der Altstadt von Zadar, hatten wir uns ein Zimmer ergattert, dass dann ab Mittag frei war. Das war natürlich alles ungewohnt für uns. Bis wir endlich begriffen hatten, dass man da keinen Menschen zu Gesicht bekommt der Einen empfängt. Man bekommt einen Zahlencode gesendet, und mit dem kann man dann einen Minitresor im Hausflur aufmachen und darin findet man dann den Zimmerschlüssel. Ausserdem waren wir vorher im falschen Eingang. Da war nämlich tatsächlich eine Frau gekommen um Gäste zu empfangen. Bis sich herausstellte, dass wir die falschen Gäste waren. Sie konnte sich in Millisekunden, von einer liebenswerten Person mit aufgesetzter Überfreundlichkeit, in eine zischende Medusa verwandeln. Wenn Kathrin alleine gewesen wäre, hätte sie unsere Sachen persönlich auf die Straße geworfen, hatte man den Eindruck. Die hat sicher keine Ahnung davon, dass ich ihr dann den Hals umgedreht hätte?

Am Nachmittag fuhren wir dann mit dem „Fährmann von Zadar“ durch den kleinen Hafen. Das ist aber eine schöne Sache. Der rudert den ganzen Tag hin und her und für zwei Euro, kommt man auf die andere Seite.

 https://www.kroati.de/kroatien-dalmatien/zadar.html

Dann halt zwei Tage Zadar: Irgendwann kennt man jede Gasse, weicht gekonnt den schleimigen Typen aus die einem mit der Speisekarte ihres Lokals hinterherhecheln, und findet auch lohnenswerte Lokalitäten. Wir waren natürlich an der berühmten Meeresorgel, haben den Gruß an die Sonne verfolgt (Zadar hat wohl Europas meiste Sonnenstunden im Jahr und es entand hier, ein regelrechter Sonnenkult. Man kann wirklich inmitten von Menschen, mit dem Auge verfolgen, wie die Sonne untergeht). Anschließend beleuchtet sich der Platz, in ein freiheitliches blau.

Selbstverständlich mussten wir dann noch auf den Kirchturm kraxeln.

Immer wieder erbauend, was wahre Menschen für ein Schöpfertum entwickeln. (Manchmal ist das Wort „Menschen“, ja wirklich nur ein inflationärer Sammelbegriff für zweibeinige Säuger. Ich schätze irgendwie, uns Europiden mehr. Es gibt eben verschiedene Bewusstseinsmenschen. Die flachgeistige Definition vom Sein des Descartes, genügt kaum. Und Marx hatte noch mehr Unrecht damit, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt. Es ist genau andersrum und nur durch das Bewusstsein erkennt sich allmählich das Sein. Wo sollte sonst auch Schöpfertum herkommen?)

Vorher waren wir noch bei eine rustikalen Pizzawirt eingekehrt. Der war wenigstens echt: „Wieviel Personen?, zwei?, hierher!“, kommandierte er.  War auch noch superlecker, bei ihm und machte satt für 24 Stunden.

Dieser Mann, läuft keinem Touristen hinterher.

27.08.2026

Juhu: Wir haben unser Auo wieder. 1300,- vom Budget. Jetzt aber, die Fahrt nach Nin nachholen. Sandstrände, Herde beknackter Urlauber die gerade Wassergymnastik machen, Libellen, Reiher, Mücken. Also wieder weg hier.

Haben uns in Starigrad einen „Zwischenstellplatz“ rausgesucht. Wirklich schön hier. Es gibt alles. Sieht man im vorbeifahren gar nicht so. Hier bleiben wir erstmal. Zweimal verlängert und es wurden sechs Übernachtungen. https://www.eurocampings.de/kroatien/zadar/starigrad-paklenica/camping-plantaza-105232/  Schön ist auch, dass hier keine Villa auf Rädern, zum glampen runterkommt.

28.08.2026 —>

Urlaub machen, SUP aufpusten, baden. Die Bucht ist sehr ruhig und für Anfänger geeignet.

Auch wandern gehört dazu, so bei deutlich über 30°C und mit Sandalen. Ich habe keine Ahnung, warum die alle mit festen Wanderschuhen rumlaufen. Die Römer haben damals den ganzen Mittelmeeraum mit Sandalen erobert. Hier waren auch ein paar Drehorte für Karl-May-Filme. https://np-paklenica.hr/de/ . Außerdem sind viele Kletterer hier unterwegs und ein Tunnelsystem kann man besichtigen.

Ob es den Schatz im Silbersee noch gibt?

Im Ort viele Lokale und es gibt sogar fangfrischen Fisch und Meeresobst. Man zeigt im zugehörigen Laden auf das Flossentier das man haben möchte und wenig später bekommt man es gebraten serviert. Das ist natürlich wieder was für mich. Die Preise sind maßvoll.

02.09.2026

Weiterfahren … langsam müssen wir nämlich wieder in Richtung Norden. Bleiben, da in Opatia, für eine Nacht. Ein kaiserlicher Ort mit mondänen Villen.

Das ist mal Kunst in einer Unterführung. Nicht so ein tollpatschiges Geschmiere und Gesprühe. Wenn ich gerade daran denke: Überhaupt ist es in Kroatien sehr sauber. Überall stehen Mülleimer. An jedem noch so kleinen Rastplatz, steht ein Dixi-WC. Viele kleine Kinderspielplätze. Ein stolzes Land. Das sah man ja auch an der letzten Fußball-WM.

Über die Bucht blickt man nach Rijeka (Fiume)

Schauplatz für den kuzzeitigen, unabhängigen Freistaat unter der Führung eines Dichters. Interessantes Thema:  https://de.wikipedia.org/wiki/Freistaat_Fiume

03.09.2026

Jetzt fahren wir wieder über Slowenien, Richtung Heimat. Über Adelsberg(Postojna) wo es ein berühmtes Höhlensystem gibt, in das man sogar mit einer kleinen Bahn durchfahren kann. https://www.postojnska-jama.eu/de/hoehle-von-postojna/ , in das wunderschöne Socatal, bis nach Kobarid.

Die Soca bei Tolmin, wo es auch immer verschiedene Musikfestivals gibt.

                                    links, eine Hängebrücke und rechts ein Wasserfall von 15m

Die Napoleon-Brücke. Wahrscheinlich benannt, nach dem französischen Gröfaz. Der wurde nach der jakobinischen Schande, selbsternannter Kaiser.

Hier bei Kobarid, tobte im ersten Weltkrieg eine entscheidente Schlacht.                      https://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lfte_Isonzoschlacht  
Es gibt hierzu ein richtig gutes Museum im Ort:

Am Wochenende zum 05./06.09.2026 waren wir dann wieder zu Hause. Sehr schade. Man gewöhnt sich doch schnell, an so ein Zigeunerleben.

So! Wir hoffen, der Schreiber hat alles gut und einigermaßen informativ dargestellt.

Holger, am 08.09.2026